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Was ist Webdesign? Die Grundlagen für Selbständige
Webdesign ist die Planung und Gestaltung einer Website. Dazu gehört, wie sie aussieht – aber genauso, wie sie aufgebaut ist und wie leicht Besucher darauf finden, was sie suchen. Gutes Webdesign ist also nicht nur schön, sondern vor allem nützlich.
Davon unterscheidet man meist die Webentwicklung: Sie kümmert sich um die technische Umsetzung, also um Programmierung, Server und Datenbanken. In der Praxis greifen beide Bereiche ineinander.
Als Selbständige oder Selbständiger musst du kein Webdesign studieren. Wenn du die Grundlagen kennst, kannst du aber besser beurteilen, ob eine Website funktioniert – egal, ob du sie selbst baust oder bauen lässt.
Die sechs Bausteine von gutem Webdesign
1. Aufbau
Bevor es um Farben geht, steht die Frage: Welche Inhalte gibt es, und wie sind sie geordnet? Fachleute sprechen von Informationsarchitektur. Für die meisten kleinen Betriebe reicht eine einfache Struktur: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt.
Hast du wenig Inhalt, kann ein Onepager sinnvoll sein – eine einzige Seite, auf der alle Abschnitte untereinander stehen. Bietest du viele verschiedene Leistungen an, sind eigene Unterseiten übersichtlicher.
2. Gestaltung
Farben, Schriften, Bilder und Abstände bilden das Erscheinungsbild. Entscheidend ist dabei weniger der persönliche Geschmack als die Einheitlichkeit: wenige Farben, ein bis zwei Schriftarten, Bilder in einem ähnlichen Stil.
Ein oft unterschätztes Mittel ist Weißraum, also freie Fläche zwischen den Elementen. Er gibt Inhalten Luft und macht eine Seite ruhiger und leichter zu erfassen.
3. Nutzerführung
Jede Seite sollte ein klares Ziel haben: anrufen, eine Anfrage senden, einen Termin buchen. Der Weg dorthin heißt im Fachjargon „Call to Action“ – eine Handlungsaufforderung, meist in Form eines Buttons. Formuliere sie konkret, zum Beispiel „Termin anfragen“ statt „Mehr“.
Auch die Navigation gehört dazu: wenige, eindeutig benannte Menüpunkte und Kontaktmöglichkeiten, die nie weit entfernt sind.
4. Mobilansicht
Viele Menschen besuchen Websites vor allem auf dem Smartphone. Deshalb muss sich das Layout an jede Bildschirmgröße anpassen. Das nennt man responsives Design. Achte auf Schrift, die ohne Zoomen lesbar ist, auf Buttons in Daumengröße und auf eine Telefonnummer, die man direkt antippen kann.
5. Ladezeit
Eine Seite, die lange lädt, wird oft geschlossen, bevor sie überhaupt zu sehen ist. Typische Bremsen sind zu große Bilder, viele eingebundene Zusatzprogramme und ein langsamer Server. Teste deine Seite ruhig einmal unterwegs mit mobilem Internet.
6. Barrierefreiheit
Eine barrierefreie Website können möglichst alle Menschen nutzen – auch Menschen mit Seh-, Hör- oder motorischen Einschränkungen. Die Grundlagen sind gar nicht kompliziert:
- ausreichender Kontrast zwischen Text und Hintergrund
- gut lesbare Schriftgröße
- Alt-Texte für Bilder, also kurze Beschreibungen, die Vorleseprogramme wiedergeben
- eine saubere Überschriften-Struktur, damit man sich auf der Seite orientieren kann
- verständliche Linktexte statt „hier klicken“
- Bedienbarkeit per Tastatur, ganz ohne Maus
- beschriftete Formularfelder
Seit Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es betrifft vor allem Online-Shops und andere digitale Angebote, über die Verbraucher Verträge abschließen. Kleinstunternehmen – weniger als zehn Beschäftigte und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme –, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen. Ob und wie es dich betrifft, solltest du im Einzelfall prüfen. Unabhängig von der Pflicht profitieren alle Besucher von einer gut zugänglichen Seite.
Woran du gutes Webdesign erkennst
Öffne deine Website – oder die, die du dir bauen lässt – auf dem Smartphone und stell dir fünf Fragen:
- Verstehe ich auf den ersten Blick, was hier angeboten wird und wo?
- Finde ich ohne Suchen einen Weg, Kontakt aufzunehmen?
- Kann ich alles lesen, ohne zu zoomen?
- Lädt die Seite zügig?
- Wirken Farben, Schriften und Bilder wie aus einem Guss?
Kannst du alle fünf Fragen mit Ja beantworten, ist die Grundlage gelegt.
Fazit
Webdesign ist kein Selbstzweck. Es sorgt dafür, dass Besucher schnell verstehen, was du anbietest, und mühelos den nächsten Schritt gehen können. Aufbau, Gestaltung, Nutzerführung, Mobilansicht, Ladezeit und Barrierefreiheit greifen dabei ineinander.
Bei easywebsite24 bringen unsere Vorlagen diese Grundlagen schon mit, zum Beispiel eine Darstellung, die für Smartphones optimiert ist – so kannst du dich auf deine Inhalte konzentrieren. Was die einzelnen Pakete enthalten, findest du unter Preise. Und wenn du tiefer einsteigen willst: In unserem Blog gibt es eigene Artikel zu Farben, Bildern und Zielgruppe.