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Was du beim Erstellen deiner Website beachten musst

Viele beginnen eine neue Website mit der Frage, wie sie aussehen soll. Verständlich – aber der bessere Startpunkt ist eine andere Frage: Wofür soll sie da sein? Wer das vorher klärt, spart sich später viele Umwege, Korrekturschleifen und halb fertige Seiten.

In diesem Artikel gehen wir fünf Schritte durch, die du vor dem Start klären solltest:

  1. Für wen ist deine Website?
  2. Welchen Zweck hat sie?
  3. Woran merkst du, dass sie funktioniert?
  4. Welche Inhalte brauchst du?
  5. Wie finden sich Besucher zurecht?

Zum Schluss gibt es noch einen kurzen Blick auf Technik und Rechtliches.

1. Für wen ist deine Website?

Deine Website richtet sich nicht an dich, sondern an die Menschen, die du erreichen willst. Überleg dir:

  • Wer sind deine typischen Kunden?
  • In welcher Situation suchen sie nach einem Angebot wie deinem?
  • Welche Fragen haben sie, bevor sie sich entscheiden?
  • Was könnte sie zögern lassen?

Einen guten Hinweis geben die Fragen, die du am Telefon oder im Laden immer wieder hörst. Was dort ständig gefragt wird, gehört auf deine Website.

2. Welchen Zweck hat deine Website?

Eine Website kann vieles leisten, sie sollte aber einen Hauptzweck haben. Für kleine Betriebe sind das meistens:

  • Informieren: Wer bist du, was bietest du an, wann und wo bist du erreichbar? Die klassische digitale Visitenkarte.
  • Anfragen gewinnen: Besucher sollen anrufen, schreiben oder ein Angebot anfragen – typisch für Handwerk, Beratung und Dienstleistungen.
  • Termine und Buchungen: Kunden oder Gäste sollen direkt einen Termin, einen Tisch oder eine Unterkunft buchen.
  • Verkaufen: Produkte werden in einem Onlineshop bestellt und bezahlt.
  • Personal finden: Die Website zeigt, warum man bei dir arbeiten sollte, und macht die Bewerbung einfach.
  • Mitglieder informieren: Vereine zeigen Termine, Ansprechpersonen und wie man mitmachen kann.

Oft kommen mehrere Zwecke zusammen. Entscheide trotzdem, welcher an erster Stelle steht. Danach richtest du die Startseite und den wichtigsten Button aus.

Der Zweck entscheidet auch darüber, wie viel Technik du brauchst. Eine informierende Website mit Kontaktmöglichkeit ist schnell umgesetzt. Ein Buchungssystem, ein großer Shop oder Verbindungen zu anderen Programmen sind deutlich aufwendiger. Für solche Fälle gibt es bei uns Lösungen, die über ein Website-Paket hinausgehen.

3. Woran merkst du, dass sie funktioniert?

„Mehr Sichtbarkeit“ ist ein schöner Wunsch, aber kein Ziel, das du überprüfen kannst. Besser sind konkrete Ziele, die zum Zweck passen, zum Beispiel:

  • Anfragen über das Kontaktformular pro Monat
  • Anrufe, die über die Website kommen
  • Buchungen oder Bestellungen
  • weniger Standardfragen am Telefon, weil die Antworten auf der Website stehen

Setz dir realistische Ziele und schau nach ein paar Monaten, wo du stehst. Herausfinden kannst du das zum Beispiel, indem du neue Kunden fragst, wie sie dich gefunden haben, oder indem du eine datenschutzfreundliche Website-Statistik nutzt.

4. Welche Inhalte brauchst du?

Die meisten Websites kleiner Betriebe brauchen ähnliche Bausteine:

  • Eine klare Startseite: In einem Satz sagen, was du anbietest, für wen und wo. Zum Beispiel: „Elektroinstallation und Smart Home für Privathaushalte in Hamburg-Altona.“
  • Leistungen oder Angebot: Was genau bekommt man bei dir?
  • Preise oder ein Preisrahmen: Nicht jede Branche kann feste Preise nennen, aber eine Orientierung hilft.
  • Über dich oder euch: Zeig, wer hinter dem Angebot steht. Das schafft Nähe.
  • Belege: echte Arbeitsproben, Fotos, Referenzen oder Bewertungen.
  • Kontakt: Telefon, E-Mail, Adresse und Öffnungszeiten – leicht zu finden.
  • Impressum und Datenschutzerklärung: Pflicht für geschäftliche Websites in Deutschland.

Beim Schreiben helfen ein paar einfache Regeln:

  • Schreib in der Sprache deiner Kunden, nicht in Fachbegriffen. Brauchst du doch einmal einen Fachbegriff, erklär ihn kurz.
  • Sei konkret. „Rückruf am selben Werktag“ sagt mehr als „schneller Service“ – vorausgesetzt, du hältst es auch ein.
  • Nutze die Wörter, nach denen Menschen suchen. Wer einen Fliesenleger in Lüneburg sucht, tippt genau das ein. Nenne deshalb deine Leistung und deinen Ort im Text – natürlich formuliert, ohne krampfhafte Wiederholungen.
  • Kurze Absätze und Zwischenüberschriften machen Texte am Bildschirm leichter lesbar.
  • Halte alles aktuell. Veraltete Preise oder Öffnungszeiten kosten Vertrauen.

Onepager oder mehrere Seiten?

Hast du wenige Leistungen und passen die wichtigsten Infos auf eine Seite, ist ein Onepager eine gute Wahl: eine einzige Seite, auf der alle Abschnitte untereinander stehen. Bietest du viele unterschiedliche Leistungen an, sind eigene Unterseiten sinnvoll. Sie sind übersichtlicher und helfen Suchmaschinen, jede Leistung einzeln zuzuordnen.

5. Wie finden sich Besucher zurecht?

Die beste Information hilft nichts, wenn niemand sie findet. Achte bei der Nutzerführung auf:

  • eine einfache Navigation mit wenigen, eindeutig benannten Menüpunkten
  • einen klaren nächsten Schritt auf jeder Seite, etwa einen Button „Jetzt anfragen“ oder „Termin buchen“
  • gute Bedienbarkeit auf dem Smartphone: lesbare Schrift, große Buttons, antippbare Telefonnummer
  • kurze Ladezeiten, vor allem durch verkleinerte Bilder
  • Kontaktmöglichkeiten, die nie weit weg sind, zum Beispiel im Fußbereich jeder Seite

Ein einfacher Test: Gib deine Website jemandem, der sie nicht kennt, und bitte ihn, eine bestimmte Information zu finden oder dich zu kontaktieren. Schau zu, ohne zu helfen. Wo die Person stockt, gibt es etwas zu verbessern.

Technik und Rechtliches nicht vergessen

Neben Inhalt und Gestaltung braucht jede Website ein technisches Fundament:

  • Domain: deine Internetadresse. Sie sollte kurz, leicht zu buchstabieren und eindeutig sein.
  • SSL-Verschlüsselung: sorgt für eine sichere Verbindung, erkennbar am „https“ in der Adresszeile. Ohne sie zeigen Browser Warnhinweise an.
  • Hosting: der Server, auf dem deine Website liegt. Viele kleine Betriebe legen Wert auf einen Standort in Deutschland.
  • Updates und Backups: Die Software hinter deiner Website muss regelmäßig aktualisiert werden, und für den Notfall brauchst du Sicherungskopien.
  • E-Mail-Adresse mit eigener Domain: info@dein-betrieb.de wirkt professioneller als eine Adresse bei einem kostenlosen Mail-Dienst.
  • Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls Cookie-Einwilligung: Was genau du brauchst, hängt davon ab, welche Dienste du einbindest. Im Zweifel lass dich rechtlich beraten.

Zusammenfassung

  • Kläre, für wen deine Website da ist und welche Fragen diese Menschen haben.
  • Lege einen Hauptzweck fest.
  • Formuliere konkrete Ziele, die du überprüfen kannst.
  • Sammle die Inhalte, bevor du mit der Gestaltung beginnst.
  • Sorge für eine einfache Nutzerführung, besonders auf dem Smartphone.
  • Denk an Domain, Sicherheit, Hosting und Rechtliches.

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